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der 31. Februar
03.03.2025(kl) Erich Kästner hat ihn einst in seinem Gedicht (findet man im Netz) beschrieben – den 31. Februar, den Tag, den es eigentlich nicht gibt, ein Tag, an dem alles Kopf steht, ein Tag, an dem das „Verrücktsein“ eine Bühne bekommt. Auch wir haben uns in Deutsch Gedanken gemacht und es zugelassen und uns eingelassen, poetisch verrückt zu sein, den „Wahnsinn sprachlich tanzen zu lassen“.
Kästner schreibt am Schluss … und so glaubt man momentan alle Entwicklung wahrzunehmen:
„… es geht alles drunter und drüber,
denn faustdicke Lügen werden wahr
am einunddreißigsten Februar …“
Und an unserem 31. Februar?
… da alles spinnt
…werden Schlümpfe gelb und mint,
Dornröschen küsst den Prinz,
die Goldmarie wird überschüttet mit Zimt.
Astronauten machen einen Ausflug zur Erde
und in der Rakete vergnügen sich die Pferde.
Berlin wird zu Rom,
denn die Häuser werden krumm.
Am 31. Februar,
da Hühner bellen und Schafe singen,
da werde ich mich ganz frei besinnen.
Miss Marple fährt in einem roten Ferrari
und trägt Parfüm von Bruno Banani.
Einfach ein Tag, der alles erhellt,
Kinder regieren die Welt,
Fische fliegen am Himmel
und das schwarze Pferd heißt nun Schimmel.
Die, die sich stritten,
stehen nun inmitten
einer sich umarmenden Menge
in einem dichten Gedränge.
Blumen wachsen nach unten,
rückwärts laufen die Stunden.
Wir werden jünger an diesem Tag,
jeder macht, was er mag.
Ein Tag, der alles erhellt,
an dem selbst die Wahrheit
in dieser verrückten Welt
endlich ihre Wahrheit erhält.
…und wir haben gemerkt, dass uns das verbale Spinnen guttat. Unser Tipp: einfach mal probieren.
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