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Nur Mut
01.03.2025(kl) Die Beschäftigung mit Poetry Slam und Lyrik im Unterricht motiviert hin und wieder den einen oder anderen, sowohl Lehrer als Schüler, seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Sprache als wichtiges Mittel der Kommunikation kann so in Kurzform oder einem scheinbaren Wirrwarr eine entscheidende Bedeutung haben und natürlich kann sie auch die Verletzlichkeit des ICHs zeigen. Dafür braucht es Mut und Offenheit.
Die Intentionen des Schreibenden dann am Ende herauszufinden, kann mitunter sehr spannend, interessant und hilfreich sein, wie wir gemerkt haben. – Und die Herausforderung des Lehrers besteht darin, den Schüler DAHIN zu bringen … zu sprachlicher Kreativität und geheimnisvoller Inhaltlichkeit.
Hier ein Beispiel:
aus dem Nebel bist du gekommen
im Nebel bist du verschwunden
dazwischen eine wunderschöne, farbenfrohe Zeit
voller Humor, Entdeckergeist
wir ließen es krachen im fremden Land,
nahmen alles mit, was wir konnten,
sogen das Neue auf,
die Herzen hüpften unentwegt vor Freude,
ein lustiges Durcheinander im Kopf,
Superlative ohne Ende, volle Kraft voraus,
die Sonne schien mit aller Wucht
und ging dann plötzlich unter -
dieses Auf und Ab der Gefühle zerstörte Seelen,
wir haben nie darüber gesprochen und
sind deshalb
nie angekommen,
nie dorthin, wo alles schön
und die Welt in Ordnung ist,
das wird sie auch nie sein
vielleicht werde ich dich suchen,
oder du mich,
bis wir uns wiederfinden,
die Sonnenstrahlen werden durch den Nebel blinzeln
und uns den Weg zeigen
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