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Jede Stufe zählt
06.05.2026Entwicklung kann man auch mit Bildern visualisieren ... -
Der Blick nach oben kann überwältigend sein, wenn man in Paris in Montmatré die Stufen zum Aufstieg zur Basilika Sacré-Cœur hinaufblickt. Man spricht von ca. 230 Stufen, die es zu überwinden gilt. Zum Teil ist es lustig, zum Teil interessant, wie jeder einzelne diese Stufen überwindet.
Das Treppensteigen fordert uns heraus: es bringt unseren Kreislauf in Schwung, beansprucht unsere Muskulatur, testet unsere Ausdauer und mitunter auch unsere mentale Stärke. Die einen springen förmlich nach oben; andere geraten schnell außer Atem, müssen stehen bleiben und sich gar am Geländer festhalten. Wieder andere laufen langsam, bedächtig und müssen nicht anhalten. – Man sieht – poetisch gesprochen – ein ziemlich ehrliches Bild des Lebens und man merkt, wie sich dein Tempo auf dein Leben auswirken kann.
Im Unterrichtsgespräch verglich ein Patient neulich seinen Aufenthalt mit diesem Bild des Treppensteigens. Jede Stunde schätzten wir ein, auf welcher Stufe er sich nun gerade befand. Wie man erkennen kann, ging es allmählich bergauf, aber manchmal eben auch wieder zurück.
Positiv gesehen bedeutet es, sich in Bewegung zu halten. Jede Bewegung auf der Treppe, ob nach oben oder unten, ist Teil unserer Entwicklung und die kleinen Schritte sind oft entscheidender als große Sprünge, bei denen dir dann schon mal die Puste ausgehen oder oft auch stolpern kann. -
Vielleicht ist es am Ende gar nicht das Ziel oben angekommen zu sein, sondern die Stärke und Erfahrung, die wir auf jeder einzelnen Stufe gesammelt haben, um dann den Blick für das große Ganze zu haben und im Leben beim Treppensteigen, bildlich gesprochen, zu bestehen. -
Stolpern wird man hin und wieder immer ;-). (kl)
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