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Wenn Kinder trauern
05.11.2026Kinder und Jugendliche eine Zeit lang auf ihrem Lebensweg zu begleiten, bedeutet für uns als Lehrerinnen der Klinik- und Krankenhausschule die Patienten in diesen schwierigen Phasen zu begleiten. Als Lehrer begegnen wir Kindern mit den unterschiedlichsten Erkrankungen, Lebensgeschichten und Erfahrungen. Dazu gehören mitunter auch Trauer, Verlust und Tod und / oder posttraumatische Störungen zu den Themen, mit denen wir im schulischen Alltag konfrontiert werden.
Im Rahmen einer SCHILF-Veranstaltung durften wir Frau Heining begrüßen, die u.a. als Trauerbegleiterin und Lebens(abschieds)rednerin tätig ist. Unter dem Titel „Wenn Kinder trauern – Grundlagen für den pädagogischen Alltag“ gab sie uns mit viel Einfühlungsvermögen und Sensibilität wertvolle Einblicke, Denkanstöße und praktische Impulse für den Umgang mit trauernden Kindern – letztlich sahen wir die Bestätigung darin, dass unser Handeln im täglichen Umgang mit den Patienten genau der richtige Weg ist.
Im Nachgang äußerten alle, dass während der Ausführungen von Frau Heining, eigenes Erleben der Vergangenheit plötzlich präsent war, Momente, in denen jeder schon einmal getrauert hat. -
Die „geschenkten“ Seifenblasen probierten wir dann mal unbefangen wie die Kinder aus ;-) …. Sie schillerten in den schönsten Farben, schwebten leicht und unbeschwert durch die Luft – na ja, um dann im nächsten Augenblick wieder zu zerplatzen. So ist es nun manchmal auch im Leben.
Plötzlich ist etwas anders, ein Mensch fehlt, nicht unbedingt durch Tod, ein vertrauter Halt bricht weg, eine kleine oder große Welt gerät heftig und mitunter für lange Zeit ins Wanken, Vermissen kann unsäglichen Schmerz erzeugen - und doch können und werden irgendwann wieder neue Seifenblasen entstehen.
Vielleicht nicht in denselben Farben, vielleicht auch nicht so wie zuvor – aber anders, mit neuen Hoffnungen und neuen Möglichkeiten.
Ein herzliches Dankeschön an Frau Heining für diesen wertvollen, berührenden und nachhaltig nachwirkenden Nachmittag. (kl)
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